Jun2016

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Sinn und Wertschätzung – Schlüsselelemente moderner Unternehmensführung

Der Sinn ist das verbindende Element von Systemen.

Wenn man die persönliche Einschränkung eines jeden von uns akzeptiert hat, nur mit großer Anstrengung und Mühe in Statistik, Wahrscheinlichkeiten und Szenarien zu denken, führt der nächste Schritt zum Verstehen von Wirkzusammenhängen sozialer Interaktion. Was bringt Menschen dazu, Dinge gut und richtig zu tun? Diese Antwort kann uns die Soziologie geben, die Wissenschaft die Versucht unser Bauchgefühl zu erklären. Kernelement ist hier die Frage, wie sich ein einzelnes Teilsystem in ein Gesamtsystem einfügt. Die Verbindung zwischen zwei Systemen ist nach Niklas Luhmann der Sinn. Allen psychischen und sozialen Prozessen ist Sinnzwang auferlegt. Sinn kann weder vermieden noch verneint werden. Eine selbstständige und für das System Unternehmen zuträgliche Entscheidung wird durch den Mitarbeiter dann sehr wahrscheinlich, wenn sie auch für Ihn persönlich Sinn produziert. Das Erkennen von Zusammenhängen und der Tragweite einer persönlichen Entscheidung sowie das Vorhandensein aller relevanten Umfeldinformationen, dürften einer Produktion von Sinn sehr zuträglich sein. „Sinn ist demnach ein Produkt der Operationen, die Sinn benutzen, und nicht etwa eine Weltqualität, die sich einer Schöpfung, einer Stiftung, einem Ursprung verdankt.“ (Luhmann 1997)

Wertschätzung zur Demotivationsvermeidung.

Der große Streit, ob und wie man Menschen motivieren kann, ist wissenschaftlich nicht ausgestanden. Ob es je zu einer monokausalen Erklärung über einen reproduzierbaren Versuchsaufbau kommen wird, ist fraglich. Das Vorhandensein von Faktoren und Umständen, die demotivierend wirken, ist hingegen unstrittig. Die Wertschätzung ist eines der wirksamsten Mittel, um demotivierende Faktoren zu negieren, wenn nicht sogar die fehlende Wertschätzung der Demotivationsfaktor Nummer eins ist. Jede eigenständige Entscheidung eines Systems ist auch getragen durch die Höhe der Anerkennung, welche diese Entscheidung mit sich bringt. Die vorurteilsfreie Verwendung von Informationen hängt daher auch von ihrer Darstellung, der Einbettung in einen sinngebenden Kontext und dem zu erwartenden Einfluss auf alle entscheidungsbeteiligten Systeme ab. Jede Information lässt sich mit einem wertschätzenden Impetus aufbereiten und darstellen. Wir können daher davon ausgehen, dass die Informationsaufbereitung als solche einen wertschätzenden Charakter besitzen kann. Wie groß der Einfluss eines motivierenden Designs von Informationen tatsächlich ist, können wir noch nicht abschließend beantworten. Das Motivationsdesign keinen Einfluss hat, ist hingegen weder plausibel noch wahrscheinlich.

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