Mär2017

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Der effektive Umgang mit Daten ermöglicht Komplexitätsreduktion

Während des Besuchs in Großbeeren auf dem Colloquium Industrielle IT im Rahmen der Kampagne >>Breitband@Mittelstand<< wurden erneut die Chancen der Digitalisierung deutlich. Im Gespräch des Breitbandbüros des Bundes mit Sebastian Nädtke (Geschäftsführer & Mitbegründer der LeitArt Gesellschaft für Mittelstandskybernetik mbH) zeigte sich eindrücklich, welche Rolle der Umgang mit Daten für moderne Produktionsprozesse schon heute spielt. Digitalisierung im richtigen Unternehmenskontext eröffnet neue Freiräume für die alle Beteiligten.


Breitbandbüro des Bundes: Komplexitätsreduktion ist Ihr Markenzeichen. Was steckt hinter der Geschäftsidee von LeitArt?


Sebastian Nädtke: Mit der Digitalisierung ergeben sich unglaubliche Chancen für Produkte, Dienstleistungen und Prozesse. Gleichzeitig wächst die Datenmenge, die es für Innovationen und Optimierungen nicht nur zu kombinieren, sondern auch sinnvoll in Unternehmensentscheidungen zu integrieren gilt. Wir wollen Unternehmen und Mitarbeitern die Fähigkeit geben, aus wachsenden Datenmengen mit weniger Aufwand schnell entscheidungsrelevante Informationen zu gewinnen.


BBB: Was motivierte Sie, LeitArt mit zu begründen?


SN: Die Chance mit einem jungen Team, die Vorteile der Digitalisierung für Unternehmen „anfassbar“ zu machen und dabei den eigenen Weg maßgeblich mitgestalten zu können.


BBB: Welches prägnante Beispiel verdeutlicht Ihre Arbeit?


SN: Bei unserer Muttergesellschaft, der EBK Krüger GmbH & Co. KG, haben wir bereits viele Mitarbeiter von aufwändigen und monotonen Wiederholtätigkeiten der Datensammlung und -aufbereitung befreit. Beispielsweise steht die Lieferantenbewertung heute voll automatisiert und in Echtzeit zur Verfügung. Früher haben Mitarbeiter via Excel über mehrere Tage Lieferdaten aus dem ERP-System exportiert, umgeformt und gefiltert, um eine Lieferantenbewertung zu erstellen, die vor ihrer Fertigstellung bereits veraltet war.


BBB: Wie weit sind die Märkte oder Partner für Ihre Idee?


SN: Bereits heute, da wir noch am Anfang des Internet der Dinge stehen, kämpfen viele Unternehmen schon mit den Auswirkungen. Agilität, Variantenvielfalt und Vernetzung stehen exemplarisch für Trends, die Geschäftsprozesse und Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen stellen. Diesbezüglich können wir mit Hilfe von Computern sehr effizient Fragen beantworten. Für die richtigen Fragen brauchen Unternehmen kompetente Mitarbeiter. Die optimale Leistungsfähigkeit erreichen Unternehmen aber erst durch die sinnvolle Kombination beider Elemente.


BBB: Welche Entwicklungen wollen Sie in Ihrer Branche weiterdenken?


SN: …wie wir den Menschen und die Funktionsprinzipien sozialer Systeme weiter in den Mittelpunkt der Digitalisierung rücken können. Akzeptanz ist die Basis einer erfolgreichen Digitalisierung und kann nur erreicht werden, wenn Mitarbeiter die Vorteile der Digitalisierung in ihrer täglichen Arbeit erkennen und nutzen können. Mitarbeiter von monotonen Wiederholtätigkeiten zu befreien, um Ihnen mehr Freiraum für wichtige Entscheidungen zu geben, ist ein Anfang. Die Demokratisierung von Informationen sowie das Teilen von Wissen auch über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg machen aus einem Unternehmen mehr als die Summe seiner Einzelteile. Die Digitalisierung bietet uns das passende Werkzeug!


BBB: Aus welchen Gründen sind für Sie neue Technologien, deren praktische Anwendung und leistungsstarke digitale Infrastruktur ein Zukunftsthema?


SN: Wir wollen durch den intelligenten Einsatz neuer Technologien Wettbewerbsvorteile erzielen. Neue Technologien, richtig angewendet, geben uns die Fähigkeit den Arbeitsalltag leichter, kreativer und gleichzeitig effizienter zu gestalten. Im Ergebnis erhöhen wir die Mitarbeiterzufriedenheit und treffen bessere Entscheidungen.


BBB: Wenn Sie an die Zukunft denken, dann … wagen Sie einen Ausblick.


SN: In Zukunft wird uns die Digitalisierung mehr Freiraum für Kreativität ermöglichen. Computer bzw. Maschinen können uns von monotonen Wiederholtätigkeiten befreien. Dieser kreative Freiraum öffnet sich aber nicht von allein, sondern muss durch den sinnvollen Einsatz neuer Technologien erschlossen werden.


BBB: Herr Nädtke, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Unter folgendem Link finden sie den O-Ton von Sebastian Nädtke zum Thema Digitalisierung.

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